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19. – 21. OKTOBER 2017

Unser erstes Ziel am Tag der Weiterreise war es, eine der berühmten Bento-Boxen am Bahnhof Kyoto zu erhaschen und diese gemütlich geniessen. Das eine ist uns gelungen, das andere weniger :-). Die japanischen Bahnhöfe sind nicht mit den übersichtlichen Haltestellen in der Schweiz zu vergleichen sondern ähneln vielmehr gigantischen Einkaufszentren und Ausgehvierteln. In den Besitz einer Bentobox zu kommen war nicht so einfach wie es geklungen hat. Fündig geworden sind wir im 4. (!!!) Untergeschoss des Bahnhofs. Glücklich darüber etwas zu Essen gefunden zu haben packten wir alles zusammen, rannten auf das Perron und verspeisten die Köstlichkeit in gefühlten 5 Minuten am Boden sitzend :). Überglücklich den Zug erreicht und die Bento-Box im Bauch zu haben, reisten wir daraufhin weiter Richtung Hiroshima und dann per Regionalbahn nach Miyajimaguchi. Das Hostel „Backpackers Miyajima“ war Ausgangspunkt unserer späteren Tagesreise auf die wunderschöne Insel Miyajima, welche vorallem für Ihre Tempel, Schreine und den Mount Misen ist, welcher weit über dem Meeresspiegel thront. Dessen Besteigung war auch das Ziel der Folgetages welchen wir frühmorgens begannen. Mit der Fähre gelangten wir innerhalb 10 Minuten auf die nahegelegene Insel und wurden sogleich von einem der „Wahrzeichen“ begrüsst: Rehe drängten sich auf den Strassen und schnappten sich alles, was nach Futter aussah. Papier, Programmhefte, Abfall und natürlich auch Essen, welches eigentlich für Zweibeiner vorgesehen war. Die Liebe zu diesen Tieren geht mittlerweile soweit, dass die Einheimischen den Touriseten „Deer-Poo-Ice-Cream“ anbieten.

Am Strand genossen wir unseren Lunch, welchen wir in den engen Gassen Miyajima’s kurz zuvor gekauft haben. Ein paar Schritte weiter bestaunen wir dann das Monument, welches Myiajima weltweit derart berühmt macht. Den Itsukushima Schrein. Etwas weiter oben am Hügel gelegen besuchen wir den Daishoin Tempel – einer der schönsten Tempel, welchen wir während unserer Reise entdeckt haben.

Nach dem Besuch der tausenden Buddastatuen (allesamt liebevoll mit einer eigens gestrickten Wollmütze bestückt) nahmen wir schliesslich das Fernziel in Angriff, welches wir uns zum Ziel gesetzt hatten: die Besteigung des Mount Misen. Entlang von schönen Bächen, idyllischen Wäldern, hohen Gräsern und schönen Aussichten, schlängelte sich der Pfad auf schier endlosen Stufen dem Gipfel entgegen. Oben angelangt kreuzte sich unser Weg mit einer einer Schar Touristen, welche den Aufstieg mit der Seilbahn hinter sich gebracht hatten. Die gute Nachricht: kurz nachdem wir oben angekommen sind, wurde über Lautsprecher angekündigt, dass die letzte Bahn in wenigen Minuten wieder talwärts fahren wird. Diese Ankündigung versetzte die überigen Touristen in Hektik. Gestresst wandten sie sich der Bergstation zu, um die letzte Talfahrt noch rechtzeitig erwischen zu können. Viel Zeit und Platz also für uns, die Idylle dieser schönen Landschaft, die prachtvolle Aussicht und vor allem die schöne Abendstimmung exklusiv auf uns einwirken zu lassen. Die dicken Wolken haben sich nach unserer Ankunft tatsächlich gelichtet und die Sonne warf Ihre letzten Strahlen magisch auf die benachbarten Berghänge und die Stadt Hiroshima. Ein eindrückliches Schauspiel, welches wir so lange auf uns einwirken liessen, dass wir sogar die Zeit vergassen.

Die Dämmerung kam schnell und wir waren schneller von Dunkelheit umgeben als uns lieb war. Ausgestattet mit einer Stirnlampe und der Taschenlampen-Funktion auf Inas Handy rannten wir regelrecht dem Tal entgegen. Vorbei an Warnhinweisen von giftigen Schlangen gelangten wir dabei auf eine Anhöhe, auf welcher sich ein Tempel befand. Was sich dort ereignete grenzt schon fast an Kitsch. Ein Mönch (offenbar lebt er da oben ein Einsiedler-Leben) schritt mit freundlichem Gesicht auf uns zu, sprach allerdings kein Wort (offenbar ein Schweige-Gelübte). Auf unsere Frage, welcher Abstieg nun der richtig sei wies er uns mit einem freundlichen Handzeichen den Weg. Gerade als wir aufbrechen wollten, raschelte es um uns herum und aus allen Ecken des Waldes schritten Rehe und Hirsche aus dem Dickicht und reihten sich eng um den Mönch… Is this real? Egal – keine Zeit, wir müssen so schnell wie möglich nach unten. Liebe Leserin, lieber Leser, ich habe ja schon viel erlebt aber das Tempo welches Ina einschlug war extrem beeindruckend und ich hatte Mühe mit ihr Schritt zu halten. 🙂

Nachdem wir wieder die Fähre beschritten und in unserem Hostel angekommen sind, entschieden wir uns im benachbarten Restaurant leckere Ramen zu versuchen. Dabei hatten wir die Gelegenheit, die Meister dieses japanischen Nudelgerichts bei der Herstellung zu beobachten. Das Resultat: extrem lecker!!

 

 

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