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22. – 24. OKTOBER 2017

Willkommen in Nikko! Nach einer längeren Zugfahrt erreichen Abends die Nikko-Trainstation wo uns der freundliche Eigentümer unserer Unterkunft mit seinem Kleinbus abholt. Nach rund 10 Minuten Fahrt erreichen wir das Gasthaus „The Pageant“, welches für die nächsten 2 Tage unser Zuhause sein wird. Schnell werden wir auf die hauseigenen „Onsen“ aufmerksam, welcher zur freien Benutzung zur Verfügung gestellt werden. Entgegen der ursprünglichen Onsen kommt hier schnell der Verdacht auf, dass beim heissen Wasser mit Gaswärmung nachgeholfen wird, was dem Badespass allerdings keinen Abbruch tut. Der Gastgeber ist äusserst freundlich und die Speisen werden mit viel Liebe durch die Mama gekocht und serviert. Für die Service-Fachkraft ist es immer eine grosse Freude die Speisen zu präsentieren und servieren. Herzerwärmend.

In der Nacht erlebten wir den ersten Mega-Taifun unseres Lebens. Wie stark der Sturm tatsächlich gewütet hat, mache sich dabei vor allem am nächsten Tag bemerkbar. Wir beschliessen, unser Tag als „Jogging-Touristen“ zu verbringen. Lediglich ausgestattet mit Laufequipment und unserem iPhone beginnen wir unser Workout auf Wegen, welche mit Laub, Ästen und Geröll übersäht sind. Wir besichtigen die bekannte Shinkyo-Brücke und betreten den wunderschönen Toshogu-Schrein durch das prächtige Tor „Yomei-Mon“. Nach einer kurzen Verstärkung joggen wir weiter und überqueren einen reissenden Bach um kurz darauf an unserem letzten Tagesziel anzugelangen: Kanmangafuchi. Angepriesen als Stätte unzähliger Stein-Buddahs war der Besuch etwas ernüchternd. Hier hat sich der Unwetter vermutlich am stärksten ausgetobt. Von den Stein-Buddahs war nicht mehr viel übrig. Die gewaltige Kulisse des reissenden Flusses entschädigte allerdings für alles. Es entstanden schöne Fotos und unsere Stimmung war unverändert gut uns ausgelassen. Am Abend genossen wir noch ein Bad im Onsen und ein leckeres Abendessen, ehe wir den Tag glücklich beendeten.

Am nächsten Tag stand unsere nächste Hiking-Tour auf dem Programm. Um den Menschenmassen bestmöglich entfliehen zu können, entschieden wir uns, den Weg frühmorgens aufzunehmen und einer der ersten Busse zu besteigen. Untröstlich darüber, dass sie nicht die Gelegenheit hatte uns ein letztes Frühstück zuzubereiten, eilte unsere Gastgeberin eigens in den nahegelegenen Supermarkt um uns ein Lunch-Menu für die Wanderung zusammenzustellen. Ein weiteres Mal rührt uns die japanische Gastfreundschaft.

Nach rund 40 Minuten Busfahrt erreichten wir die Ortschaft Chuzenji Onsen, welche sich malerisch an den Flanken des Berges Nantai und des Sees Chuzenji befindet. Von hier aus erreichten wir die Kegon-Falls. Die Wassermassen donnern hier 93m in die  Tiefe, was in Kombination mit den schönen Herbstverfärbungen ein beeindruckendes Naturschauspiel darstellt. Nach einer ausführlichen Foto-Pause machten wir uns auf den Weg, den Berg Hangetsuyama zu erklimmen. Der Pfad führte uns erst entlang des Sees, wo sich bereits zahlreiche Fotografen befanden. Danach stieg der Weg immer steiler an, ehe wir die Aussichtsplattform nach mehreren Stunden Marsch erreichten. Entgegen den meisten Besuchern hier oben, sind wir den ganzen Weg durch die Wildnis gegangen, haben unberührte Orte gesehen und schöne Gespräche geführt. Für den Abstieg entschieden wir uns allerdings, auf den Bus zurückzugreifen. Da das Abwarten des nächsten Busses eine Wartezeit von 50 Minuten vorausgesetzt hätte, wurde Ina aktiv und betrieb ein erfolgreiches Hitchhiking. Ein japanisches Paar (welches ihr 20 jähriges Hochzeitsjubiläum hier oben feierte) bot uns einen Platz in Ihrem Wagen an. Obschon die beiden kaum Englisch sprachen, entwickelte sich eine äusserst charmante, amüsante und spannende Unterhaltung. Am Schluss durften wir die beiden sogar noch auf einem Foto festhalten. Wir waren froh, dass uns die beiden eine lange Wartezeit ersparten haben. Wobei… ohne Wartezeit ging es dann doch nicht. In Chuzenji Onsen waren die Busse dermassen überlastet, dass wir doch noch anstehen mussten. Aber wenn anstehen, dann in Japan. Selten habe ich ein solch zivilisiertes und angenehmes Warten erlebt. Top.

Wieder zurück in Nikko suchten wir die Schliessfächer auf, wo wir frühmorgens unser Gepäck verstaut hatten und bestiegen den nächsten Zug Richtung Utsunomiya und dann weiter nach Tokyo, wo wir unsere letzte gemeinsame Nacht in Japan verbrachten.

Hotel: The Pageant
Restaurant: The Pageant

VIDEO folgt…

 

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